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Traumberuf statt Minijob-Karriere

Quelle: Stadt Münster vom 08.09.2014

 

Jobcenter fördert hochwertige Umschulungen / Jobsuchende sollen ihre Bildungswünsche äußern

Münster (SMS) Wer Arbeitslosengeld 2 bezieht, aber viel lieber auf einen qualifizierten Beruf umschulen würde, läuft beim Jobcenter Münster offene Türen ein. Angesichts des spürbar werdenden Fachkräftemangels fördert das Jobcenter massiv berufliche Weiterbildung und Qualifizierung. Im Oktober startet der nächste Vorbereitungskurs in Teilzeit für Jobsuchende, die sich beruflich umorientieren möchten. Janine Gudopp hat den Neuanfang auf diese Weise geschafft: Sie wird Zahnmedizinische Fachangestellte.

Die junge Frau durchlief nach abgebrochener Schullaufbahn die typische Minijobber-Karriere. Sie arbeitete im Einzelhandel in befristeten Aushilfsjobs - keine tragfähige Perspektive für die alleinerziehende Mutter und ihren kleinen Sohn Jan, aber Alltagserfahrung für viele Kunden des Jobcenters. Neben der Schwierigkeit, mit wenig Geld ihr Leben zu organisieren, und der Sorge, ihrem Kind nicht genügend Aufmerksamkeit widmen zu können, blieb Janine Gudopp wenig Raum.

Wenn positive Vorbilder oder Impulse fehlen, um eine mögliche Berufskarriere selbstbewusst zu planen, kann das städtische Jobcenter helfen. Die Jobcoaches können den Blick für Möglichkeiten weiten und Kontakte vermitteln, um den Wunschberuf im Alltag kennenzulernen. "Wir sind Steigbügelhalter", sagt Regine Schwerin, die beim Jobcenter geeignete Angebote wie etwa Vorbereitungskurse und Qualifizierungen für Arbeitsuchende konzipiert und koordiniert. "Wir wollen, dass unsere Kunden sich trauen, ihre Berufswünsche auch zu äußern, und aus eigenem Antrieb damit zu uns kommen."

Janine Gudopp hat ganz von vorn anfangen müssen, mit großen Zweifeln beladen, ob sie die Berufsschule durchhalten, einen Abschluss machen und eine betriebliche Umschulung leisten könnte. "Nicht aufgeben!" rät Schwerin. Textileinzelhandel hätte die junge Frau sich vorstellen können. Es brauchte Ermutigung, einen unterstützenden Kurs und ein Praktikum, bis sie sich traute, es mit der Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten zu versuchen. "Sie blühte regelrecht auf", erinnert sich ihre Kursleiterin Sandra Rieksmeier von der Qualifizierungsgesellschaft Geba. Das Jobcenter half, eine gute und stabile Kinderbetreuung zu organisieren. Das Ergebnis spricht für sich: Im Mai wird Gudopp ihre Ausbildung wohl erfolgreich beenden können.

Immer wieder Hilfe anbieten und ermutigen, darin sieht Regine Schwerin einen wesentlichen Teil ihrer Arbeit mit Jobsuchenden. Die kompetente Unterstützung bei der Suche und Auswahl des passenden Berufs sei unverzichtbar, sagt sie, damit ihre Kunden die anschließenden Maßnahmen und Qualifizierungen erfolgreich durchlaufen könnten. "Für einen Neuanfang ist es nie zu spät", bekräftigt Jobcenterleiter Ralf Bierstedt. "Wenn wir gezielt nahe am Arbeitsmarkt weiterbilden, begegnen wir damit auch dem drohenden Fachkräftemangel."

Foto:

In der Zahnarztpraxis Dr. Pschadka hat Janine Gudopp die Chance für den Neuanfang bekommen. Dass sie damit einen Traumberuf verwirklichen kann, dabei half das Jobcenter Münster. - Foto: Stadt Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.