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DQS

Zertifiziert von der DQS nach DIN ISO 29990:2010-12 und anerkannter Bildungsträger der Agentur für Arbeit nach AZAV.

TEP-Münsterland

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds

eu esf nrw mais

Im Rahmen des von Seiten des Landes NRW mit Unterstützung des europäischen Sozialfonds geförderten Projektes TEP (Teilzeitberufsausbildung, Einstieg begleiten, Perspektive eröffnen - LINK: www.mais.nrw.de) freuen wir uns über jede Teilnehmerin, der es gelingt mit Unterstützung der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters eine Ausbildung zu beginnen. 

 

TEPIn Teilzeit zum Traumberuf - Neuorientierung nach der Familienphase

Havixbeck - Nach der Familienphase beruflich einzusteigen ist für viele Menschen nicht immer einfach. Für die 29-jährige Kristina Franz aus Havixbeck war das sogar noch schwerer. Sie wollte nicht nur einfach einen Job, sondern mit einer Teilzeitberufsausbildung durchstarten.

Ihre erste Ausbildung zur Sozialhelferin musste Kristina Franz vor vielen Jahren abbrechen. Sie war schwanger und erwartete ihr erstes Kind. Inzwischen hat sie zwei Kinder im Alter von 9 und 7 Jahren. Für die junge Havixbeckerin Zeit, endlich im Berufsleben durchzustarten. „Ich wollte schon als junges Mädchen unbedingt Friseurin werden“, sagt sie.

Seit Juni arbeitet sie bei „weiperfriseure“ in Havixbeck und absolviert dort ihre Ausbildung, berichtet die Agentur für Arbeit in einer Pressemitteilung. Das Besondere: Sie macht das in Teilzeit. 30 statt der üblichen 40 Arbeitsstunden nutzt sie, um den Friseurberuf zu erlernen. Für ihre Chefin, Janina Weiper-Roesmann, ist das eine neue Erfahrung: „Wir haben bislang noch keine Auszubildende in Teilzeit gehabt.“ Trotzdem war dies für sie und ihre Eltern, die Mitinhaber des Salons sind, kein Hindernis: „Kristina hat uns mit ihrer Bewerbung überzeugt, da stand schnell fest, dass wir sie ausbilden möchten“, berichtet Weiper-Roesmann.

„Die Lerninhalte der Ausbildung sind natürlich die gleichen wie in einer Vollzeitausbildung“, erklärt Weiper-Roesmann und ergänzt: „Die Berufsschule sollte dabei genauso besucht werden wie bei anderen, das bedeutet die Zeit im Betrieb verkürzt sich. Da ist eine genaue Planung notwendig. Schön wäre, wenn auch die Berufsschule dieser Situation angepasst, die Unterrichtsstunden verkürzen würde, damit mehr Zeit für die Praxis bliebe. Aufgrund des Alters, der Lebenserfahrung und Zielstrebigkeit ist Kristina natürlich anders motiviert und viel reifer als einige junge Menschen, die direkt nach der Schule in eine Ausbildung gehen.“

Carola Römer von der Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung mbH (GEBA), die im Rahmen des EU kofinanzierten Landesprojektes „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP) Kristina Franz beraten und begleitet hat, sieht die Erfolgschancen einer Teilzeitausbildung sogar sehr hoch: „Unsere Erfahrung zeigt, dass viele Ausbildungen, die in Teilzeit durchgeführt werden, mit sehr guten Noten beendet werden.“

Karin Hartmann, Beauftrage für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Coesfeld, wirbt für diese Art der Ausbildung: „Viele Betriebe kennen diese Möglichkeit gar nicht, und auch nicht die Chance die sich für ihr Unternehmen dahinter verbirgt. Dabei bieten gerade Personen, die nach Kindererziehung in das Berufsleben einsteigen möchten sehr wertvolle Erfahrungen und sind meistens besonders motiviert.“

Kristina Franz ist froh, diese Chance erhalten zu haben. Denn eine typische Ausbildung in Vollzeit wollte sie aus Gründen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht so gerne machen: „Ich hatte mich ja zuerst gar nicht getraut, mich bei den ‚weiperfriseuren‘ zu bewerben. Heute bin ich froh mich überwunden zu haben, denn der Friseurberuf ist genau das Richtige für mich“, freut sich die Havixbeckerin.

Quelle: Agentur für Arbeit